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Obst- und Gartenbauverein 
  Spirkelbach e.V.

    - Walter Cavalar und Brigitte Kerth-Decker -                  Januar 2003

Der Obst- und Gartenbauverein Spirkelbach beim Umzug in Nußdorf

Bilder des Obst- und Gartenbauvereins Spirkelbach

Bereits um die Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jhd. soll es nach mĂŒndlicher Über­lieferung in Spirkelbach einen Obstbauverein gegeben haben. Die ersten Aufzeichnungen in Form einer Niederschrift ĂŒber die Existenz eines Obstbauvereins stammen vom 29.02.1911. In den frĂŒhen Jahren sind die Aufzeichnungen noch spĂ€rlich, ab 1932 fehlen sie ganz.
 
27 Jahre dauerte es, bis der Gedanke, den Verein wieder ins Leben zu rufen, gezielt aufgegriffen wurde. Im Jahr 1959 gab ein Lichtbildervortrag durch Herrn Obstbauinspektor Thellmann den Anstoß zur WiedergrĂŒndung des Vereins, der nun Obst- und Gartenbauverein heißen sollte. In der GrĂŒndungsversammlung am 13.06.1959 konnten 39 Mitglieder aufgenommen werden – heute sind es rund 110 Mitglieder.

Ein zentrales Thema neben Obstbaumschnitt, DĂŒngung, Pflanzenschutz und Dorf­verschönerung war die sinnvolle Verwertung der in großen Mengen anfallenden Äpfel. Zwar wurde in dieser Zeit noch sehr viel Apfelwein hergestellt und auch getrunken, doch war abzusehen, dass sich dies mit zunehmendem Wohlstand Ă€ndern wĂŒrde.
 
Um die Obstverwertung auf Jahre zu sichern, war das Bestreben der Vorstandschaft, den bisher in manchen Familien im Einkochautomat gewonnenen trĂŒben Apfelsaft auf Vereinsebene in großen Men­gen und klar herzustellen. Die Mitglieder des neugegrĂŒndeten Vereins erklĂ€rten sich bereit, neben den ZuschĂŒs­sen von Land, Kreis und Gemeinde, ein Darlehen zur VerfĂŒgung zu stellen, so dass bereits am 14.05.1960 der Beschluss gefasst werden konnte, eine Pasteurisierungs­anlage zu kaufen, mit der noch im gleichen Jahr 9.900 Liter Apfelsaft gewonnen werden konnten.

Anfangs wurde die Anlage noch in den HĂ€usern einzelner Mitglieder betrieben, bis 1968 - wieder mit Hilfe von Darlehen der Mitglieder und mit enormen Eigen­leistungen - ein Kelterhaus entstand. 1970 kamen eine ObstmĂŒhle und eine Kelter hinzu. Seither werden im Mittel in jeder Keltersaison zwischen 30.000 und 40.000 Liter Apfelsaft gewonnen, wobei auch Jahresleistungen bis zu 100.000 Liter verzeichnet werden können.

Jeder Kunde erhĂ€lt den Saft seiner eigenen Äpfel, so dass die QualitĂ€t und der Geschmack des Apfelsafts durch die Zusammenstellung der Apfelsorten mit beein­flusst werden kann.

Der Verein ist jedoch nicht allein in der Keltersaison aktiv. Im FrĂŒhjahr beginnt das Jahr mit einem BlĂŒtenfest, Pflanzaktionen, „dorfinterner“ Blumenschmuckwettbe­werb, VortrĂ€ge, Schnitt- und Veredelungskurse schließen sich bis in die Winter­monate hinein an.

Das Kelterhaus wurde durch einen Anbau, eine Halle und einen GerĂ€teraum erweitert, die InnenrĂ€ume sind gefliest, die Halle gepflastert, die Straße asphaltiert und eine dauerhafte Überdachung fĂŒr das alljĂ€hrlich im Mai stattfindende BlĂŒtenfest gebaut. All diese Arbeiten wurden ĂŒberwiegend in freiwilliger kostenloser Eigenleistung durchgefĂŒhrt. Heute zĂ€hlt der Obst- und Gartenbauverein Spirkelbach e.V. rund 110 Mitglieder.

Verein und Ortsgemeinde Spirkelbach unterstĂŒtzen sich gegenseitig, so auch bei Festlichkeiten wie der 700-Jahrfeier der Gemeinde im Jahr 2003. Der Erfolg der Ge­meinde Spirkelbach beim Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ ist weit­gehend auf das rege Engagement der BĂŒrger und Vereine zurĂŒckzufĂŒhren.

FĂŒr die kommenden Jahre beabsichtigt der Obst- und Gartenbauverein, sich in die Kinder- und Jugendarbeit einzubringen. Geplant ist in diesem Zusammenhang einen Kinder- und Jugendgarten zu betreuen, um spielerisch das Wissen um Pflanzen und deren Pflege zu vermitteln. Zum JubilĂ€umsjahr bietet sich das Thema „Dekoration aus dem eigenen Garten“ geradezu an, um Dorf und Feierlichkeiten mit Blumen festlich zu schmĂŒcken.
 

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